Ein Vogelkäfig für jede Gelegenheit
Ein Vogelkäfig steht auf der Einkaufsliste ganz oben, ehe man sich Wellensittiche ins Haus holt. Doch den meisten Vogelhaltern ist nicht klar, wie sinnvoll es ist, davon gleich mehrere zu besitzen!Der "Hauptkäfig"
Am wichtigsten ist natürlich das Domizil der gefiederten Mitbewohner, ihr Käfig bzw. ihre Voliere, in der sie schlafen und spielen, gefüttert werden, sich zurückziehen können, sprich: immer dann aufhalten, wenn sie nicht gerade Freiflug genießen.
Ein guter Vogelkäfig bzw. noch besser eine schöne Voliere kann gar nicht groß genug sein.
Für ein Pärchen sollte das Vogelheim mindestens 80 cm breit und etwa 50 cm tief sein, da die Tiere trotz täglichen ausgiebigen Freiflugs auch im Käfig noch Bewegungsspielraum brauchen.
Die Beschichtung muss ungiftig und schwermetallfrei sein, dunkles Gitter ist vorzuziehen, damit die Vögel - und ihre Beobachter - nicht geblendet werden. Am praktischsten ist eine rechteckige Form, deren Dach Platz für Spielplätze bietet.

Zugegeben, ein guter Vogelkäfig ist nicht billig: Aber wer hier bereit ist, 100-300 Euro zu investieren, kann dafür auch dauerhafte Qualität erstehen und schließlich sollte nicht am wichtigsten Mobiliar der Vögel gespart werden!
Der Krankenkäfig
Neben dem Hauptkäfig sollte jeder Vogelhalter einen Zweitkäfig in Reserve haben, in dem ein Vogel kurzfristig untergebracht werden kann: z.B. wenn man einen neuen Wellensittich in den Schwarm integrieren möchte oder wenn ein Tier krank wird und von den anderen Wellis getrennt werden muss.
Besonders wenn man einen Wellensittich täglich einfangen muss, um ihm Medikamente zu verabreichen, ist es sehr praktisch, ihn für diese Zeit in einem kleineren Käfig unterzubringen, in dem man ihn einfacher einfangen kann.
Die Ansprüche an diesen Quarantänekäfig sind natürlich geringer als an den Hauptkäfig, denn hierin sollen sich die Wellensittiche nur wenige Tage oder höchstens Wochen aufhalten. Daher genügt hier eine geringere Größe als bei der Voliere. Auch Punkte, die sonst gegen einen Käfig sprechen würden, wie z.B. weißes Gitter oder ein rundes Dach, sind für den kurzen Aufenthalt zu verschmerzen.
Inakzeptabel sind hingegen Sicherheitsrisiken wie Rost, schlechte Verarbeitung, giftige Beschichtungen oder Rundkäfige.
Manch einem Vogelhalter mag es sehr teuer erscheinen, extra einen Zweitkäfig zu kaufen. Die Kosten für einen Kranken- bzw. Quarantänekäfig sind jedoch nicht sehr hoch. Wer einen solchen Käfig gebraucht kauft, bezahlt oft nicht mehr als 10-30 Euro für einen Käfig, der zur Dauerhaltung ungeeignet, für eine kurze Zeitspanne aber akzeptabel ist.
Oft kommt auch ganz zufällig an einen Zweitkäfig, wenn man beispielsweise einen Abgabe-Wellensittich aufnimmt und dieser gleich im eigenen Domizil anreist, das aber weniger luxuriös ist als der eigene Käfig.
Der Transportkäfig
Ein Transportkäfig ist ein sehr nützliches und wichtiges Utensil, das auf jeden Fall VOR dem ersten Notfall angeschafft werden sollte: Hierin kann man einen oder mehrere Vögel sicher transportieren. Besonders wenn ein Tierarztbesuch ansteht, ist es wesentlich ratsamer, die Wellensittiche in einer speziellen Transportkiste unterzubringen als sie mitsamt ihres Käfigs mitzunehmen. Ein Vogelkäfig in akzeptabler Größe ist gewöhnlich zu sperrig, um ihn zu tragen oder im Auto zu akzeptieren. Selbst wenn man einen Krankenkäfig mit geringeren Ausmaßen besitzt, ist es für Vögel (und Tierarzt!) enorm stressig, die Tiere darin zu fangen. Beim Transport erhöht sich außerdem das Verletzungsrisiko.

Da ein Transportkäfig mit ca. 10-15 Euro außerdem sehr preiswert ist, sollte kein Vogelhalter diese Investition scheuen.
Der Artikel wurde am 22.09.2011 von Blueberry veröffentlicht.
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