Traumfänger basteln
Die Wellis mausern schon wieder und ihr wollt mal etwas ganz besonderes aus ihren hübschen Federn basteln?Dann macht euch doch mal einen eigenen Traumfänger! Lasst euch von der langen Bastelanleitung nicht abschrecken - es ist einfacher, als es klingt, und alle Schritte sind ausführlich beschrieben.
Material:
- Ein Ring in der gewünschten Größe des Traumfängers - geeignet sind z.B. Metall- oder Kunststoffringe oder man biegt einfach selbst einen Ring aus Draht oder klebt ihn aus einem stabilen Pappstreifen zusammen. Der Ring sollte nicht zu dick sein, gleichmäßig und möglichst einen runden Querschnitt haben.
- Geschenkband aus Stoff - wahlweise auch Lederstreifen, Krepppapier oder ähnliches
- Wollfaden oder Nähgarn
- Kleine Perlen
- Wellensittichfedern - am besten Steuerfedern und große Deckfedern
- Quetschperlen
- Schere, Nadel, Klebstoff und/oder Tesafilm, Zange
Zunächst biegt man den Ring zurecht. Er wird nun fest mit Geschenkband umwickelt, oder mit einem anderen Material, das euch gefällt. Diese Ummantelung darf nicht verrutschen und muss im Inneren des Rings genug Platz für das Traumfängernetz lassen (also nicht zu dick umwickeln). Am besten fixiert man Anfang und Ende des Bandes mit etwas Klebstoff oder Tesafilm.
Dann knotet man an einer beliebigen Stelle des Rings die Schnur fest. Der Faden darf nicht zu kurz sein, aber je länger er ist, desto schwieriger wird das fädeln - je nach Größe ist ca. 0,5 - 1 m eine gute Länge. Die Schnur wird nun in regelmäßigen Abständen wieder am Ringrand festgeknotet, wodurch sie lose Schlaufen bilden. Diese dürfen weder zu stramm sitzen noch allzu groß sein, die Knoten dürfen deshalb nur lose gebunden und noch nicht stramm gezogen werden. Am besten geht es, wenn man den Faden durch eine Nadel zieht anstatt mit den Fingern zu fädeln - die Nadel darf dabei nicht zu dick sein, damit man noch die Perlen mit auffädeln kann! Diese werden in beliebigen Abständen einfach im Fädelrythmus mit der Nadel aufgenommen und mit verwoben. Man sollte nicht zu viele und nicht zu schwere Perlen wählen, damit das Netz nicht durchhängt oder überladen wirkt.
Wenn man wieder fast an der ersten Schlaufe angekommen ist, wird der Faden nicht mehr am Ring festgeknotet, sondern in einer Schlaufe (diesmal nicht knoten!) um die erste Masche gelegt. Das klingt kompliziert, ist aber ein simples System - die Skizze zeigt, wie es geht: In jeder Runde wandert man gewissermaßen einen Ring weiter nach innen.

Gerade bei kleinen Traumfängern ist diese Technik am Anfang nicht einfach und man bekommt leicht den Eindruck, es bilde sich nur ein heilloses Durcheinander. Aber davon darf man sich nicht entmutigen lassen; Übung macht den Meister und vielleicht braucht man mehrere Versuche. Außerdem wird das Netz hinterher noch deutlich entzerrt und schöner. Je weiter man nach innen kommt, desto schwieriger ist es, noch alle Schlaufen korrekt zu erwischen. Wenn man eine überspringt, ist das kein Beinbruch - aber je sorgfältiger man arbeitet, desto schöner ist hinterher das Netz.
Nach ein paar Runden kann man vorsichtig an dem Faden ziehen. Das Netz wird sich nun etwas auseinander ziehen, sodass man die Maschenstruktur erkennt. Der Faden kann danach in eine der inneren Maschen gezogen und verknotet werden.
Jetzt ist das Schwierigste geschafft! ;-)
An den unteren Enden des Rings knotet man einen neuen Faden fest. Auf ihn werden ein paar Perlen aufgefädelt, zu unterst eine Quetschperle. In die Perlen schiebt man von unten die Federkiele so weit wie möglich hinein. Besonders gut eignen sich die Federn vom Schwanzansatz oder größere Deckfedern des Bauch- und Rückengefieders, diese sind schön weich und fedrig und nicht zu klein. Drei etwas unterschiedlich große Federn pro Federbüschel sind eine gute Anzahl. An der unteren Mitte fädelt man ein paar mehr Perlen auf und wählt etwas längere Federn, damit sie hier weiter nach unten hängen. Wenn die Federkiele aufgesteckt sind, kann man mit der Zange die Quetschperle zusammendrücken und so die Federn und oberen Perlen fixieren.
Die Technik ist genau bei der Anleitung zum Federohrringe basteln beschrieben.
Hat man keine Quetschperlen zu Hause, kann man auch Sekundenkleber auf die Kiele träufeln und sie so mit den Perlen verkleben. Die überschüssigen Fadenreste werden einfach abgeschnitten, sodass nur noch Perlen und Federn zu sehen sind.
Zum Schluss muss der Traumfänger nur noch am oberen Ende mit einem Band oder ähnlichem aufgehängt werden. Dabei sollte er sich leicht drehen können.

Der Legende nach werden Träume von den bunten Perlen im Traumfängernetz angelockt, weil sie damit spielen möchten ;-) Gute Träume werden durch die Federn zu dem Schlafenden darunter gelenkt, böse Träume verfangen sich im Netz.
Ob man daran glaubt oder nicht - hübsch anzusehen ist ein Traumfänger in jedem Fall und eine süße Idee für ein kleines Geschenk. Und vielleicht hält ein Traumfänger über dem Vogelkäfig ja auch böse Träume von unseren Federkugeln fern? (Tagsüber sollte man ihn aber vor frevelhaften Wellensittichschnäbeln in Sicherheit bringen!)
Wenn man das Prinzip einmal raus hat, können Traumfänger in den verschiedensten Formen, Größen, Farben und Materialien kreiert werden. Viel Spaß beim Basteln und träumt schön!
Der Artikel wurde am 20.06.2010 von Blueberry veröffentlicht.
Ähnliche Artikel in diesem Blog
Interview mit Wellensittichen die 1. vom 21.05.2009
Die Ankunft aus der Sicht eines Wellis vom 03.08.2009
Basteln einer Feder-Grußkarte vom 07.08.2010
Pimp my Wellensittichschaukel vom 11.09.2010
Feder-Ohrringe basteln vom 08.10.2011
Interview mit Wellensittichen die 1. vom 21.05.2009
Die Ankunft aus der Sicht eines Wellis vom 03.08.2009
Basteln einer Feder-Grußkarte vom 07.08.2010
Pimp my Wellensittichschaukel vom 11.09.2010
Feder-Ohrringe basteln vom 08.10.2011
Sarah aus Munster (07.06.2011 - 16:47)
ich finde diese idee super
ich wollte schon immer wissen wie man einen traumfänger bastelt
ich wollte schon immer wissen wie man einen traumfänger bastelt
Inge Zimmer aus Hamburg (09.07.2011 - 12:20)
Welli
Heute habe ich mal wieder durch geschaut ich finde eure Seite toll
ich hab ein Welli er ist sehr munter er bekomm von euch ein kammeraden,ich freu mich schon da rauf wenn er da ist.
Butschi und Inge
Heute habe ich mal wieder durch geschaut ich finde eure Seite toll
ich hab ein Welli er ist sehr munter er bekomm von euch ein kammeraden,ich freu mich schon da rauf wenn er da ist.
Butschi und Inge


